DITA - DIE DIGITALE TAGESZEITUNG FÜR ÖSTERREICH                  DIGITALISIERUNG       3.1.2018

Digitalisierung Steiermark


ROBOTIC EYES:

Ein steirisches Unternehmen sorgt für mehr Durchblick

ROBOTIC EYES ist ein visionäres Startup aus Graz. Im Frühjahr 2016 von Wolfgang Walcher und Bern- hard Reitinger gegründet, zählt es mittlerweile 9 Mitarbeiter. Als erstes österreichisches Unternehmen wurde ROBOTIC EYES in das ESA-BIC (Business Incubation Center) aufgenommen. Ende Oktober 2017 wurde das eigene Produkt, eine besondere Software, erstmals offiziell auf der BIM-World in Mün- chen präsentiert. Diese Software namens REX ermöglicht es, mit speziellen durchsichtigen 3D-Brillen (augmented-reality-Brillen) dreidimensionale Objekte digital in die reale Umwelt zu projizieren. Auf diese Weise können Häuslbauer schon vor Baubeginn ihr zukünftiges Haus virtuell betreten und angreifen.


„Unser wichtigster Markt ist die Architektur und das Bauwesen“ erklärt Unternehmensgründer Walcher. Während der Dienstleistungssektor in den letzten 20 Jahren durch die Digitalisierung eine enorme Effizi- enzsteigerung erfahren hat, war das in der Bauwirtschaft nicht so. Diese verantwortet 40 % der weltwei- ten Wirtschaftsleistung und ist damit der gewichtigste Wirtschaftsfaktor. „Darum sehe ich hier einen rie- sigen gesellschaftlichen Aspekt, warum es unheimlich wichtig ist, diesen Bereich zu optimieren“ fasst Walcher sein Engagement zusammen. Durch den Einsatz der unternehmenseigenen Software wird es beispielsweise am Bau möglich sein, durch digitales Beobachten und Projizieren der Baupläne die Zet- telwirtschaft zu ersetzen, Fehler frühzeitig erkennen und dann sofort Maßnahmen ergreifen zu können. So können Ressourcen geschont sowie Abfälle und Umweltbelastungen massiv reduziert werden.


Die Digitalisierung ist eine normale Folge der technischen Entwicklung. Einzig die Angst von Menschen kann diese Entwicklung verlangsamen. Aufhalten lässt sie sich trotzdem nicht, analysiert Walcher. Durch das Verwenden solcher 3D-Brillen ist es möglich, die ganze Welt quasi als Bildschirm zu sehen. Damit können komplexe Dinge einfach, intuitiv und verständlich abgebildet werden.

(Red. Daniel Kurzmann)

„Wir müssen versuchen, technische Entwicklungen bejahend anzunehmen und mit ihnen umzugehen – Fortschritt lässt sich nicht aufhalten“, ist sich Unternehmensgründer Wolfgang Walcher sicher.

Digitalisierung Steiermark ist eine Serie

in Zusammenarbeit mit der SFG