Generation facebook & co

Erstmals können in Österreich umfangreiche Zahlen zum Thema Hass im Internet präsentiert werden- Möglich macht dies die App „BanHate“, die vor einem Jahr von der Antidiskriminierungsstelle Steiermark initiiert wurde. Seitdem wurden 1716 vermeintliche Hasspostings gemeldet, 910 davon wurden rechtlich weiterverfolgt. 910 Postings wurden an die zuständigen Stellen weitergeleitet, bzw. zur Anzeige gebracht und/oder deren Löschung beantragt. 80 Prozent der Fälle betrafen Inhalte, die auf Facebook veröffent- licht wurden. “Wenn es um Hetze und Hass im Internet geht, scheint es kaum noch eine Hemmschwelle zu geben“. 366 Hasspostings (40 Prozent) wurden aufgrund Berührungen mit dem Verbotsgesetz bzw staatsfeindlicher Inhalte an den Verfassungsschutz weitergeleitet. 126 Postings (14 Prozent) übermittelte man an die Staatsanwaltschaft - diese betrafen Verhetzung, gefährliche Drohungen und Aufrufe zu straf- baren Handlungen. 130 Hasspostings waren direkt gegen PolitikerInnen (aus allen Parteien) gerichtet. “Verhetzung ist kein Ausfluss freier Meinungsäußerung, sondern eine gerichtlich strafbare Handlung. Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, wenn durch die Tat die Ausübung von Ge- walt bewirkt wird, bis zu fünf Jahren vor”, sagt dazu der Leiter der Staatsanwaltschaft Graz, Thomas Mühlbacher.


Mit diesen alarmierenden Zahlen möchte ich sie einladen zum Schwerpunktthema facebook 6 Co. in die- ser Ausgabe Mai 2018.


Auch wir dürfen für Sie anders sein…

Gerfried Gombocz, Herausgeber