DITA - DIE DIGITALE TAGESZEITUNG FÜR ÖSTERREICH            Digitalisierung            22.1.2018

Digitalisierung Steiermark


Digitalisierung ist ein Schlagwort unserer Zeit. Aber was heißt der viel zitierte Begriff konkret für einzelne Un- ternehmen in der Steiermark? In unserer mehrteiligen Serie „Digitalisierung auf Steirisch“ haben wir bei heimi- schen Betrieben nachgefragt.


Ob im Onlinehandel, in der Verfahrens- oder Messtechnik, in der Schokoladenkreation, im 3D-Technologiebe- reich oder im Mediations- und Bildungssektor: Digitalisierung eröffnet neue technologische Möglichkeiten für Produktion, Vertrieb und Kundenservice. E-Mails haben etwa den langatmigen Postverkehr auf weiten Stre- cken ersetzt, Filmbänder und Backups müssen nicht mehr per Hand überspielt werden. Viele Arbeitsschritte sind durch die Digitalisierung einfacher geworden. Diese so frei gewordene Zeit lässt sich für höhere Aufga- ben nützen - beispielsweise für Kreativität. „Was das kreative und konzeptionelle Planen und Erarbeiten von Lösungen anbelangt, wird es den Menschen mit seinem hellen Köpfchen immer brauchen“, ist MINDCONSO- LE-Geschäftsführer Markus Karlseder überzeugt. Auch Chocolatier Josef Zotter teilt diese Meinung: „In der Kreativität ist der Mensch unschlagbar“.


Neben diesen Chancen bringt die Digitalisierung auch Risiken, Unsicherheiten und Herausforderungen mit sich. So haben viele Menschen etwa Sorge, dass mit der Technik-Entwicklung der Faktor Mensch ausgeschal- tet werden wird – und sie früher oder später durch Maschinen ersetzt werden. „Deshalb hat Digitalisierung oft einen schlechten Ruf“, analysiert NICESHOPS-Geschäftsführer Christoph Schreiner. Vielmehr sei es wichtig, zu betonen, dass die Digitalisierung neue Möglichkeiten, Geschäftsfelder und Jobs bringen kann und da- durch den Menschen unterstützt.


„Wir müssen versuchen, technische Entwicklungen bejahend anzunehmen und mit ihnen umzugehen – Fort- schritt lässt sich nicht aufhalten“, ist sich ROBOTIC EYES-Geschäftsführer Wolfgang Walcher sicher. Ähnlich analysiert auch NEXTSENSE-Geschäftsführer Clemens Gasser die Lage: „Die Digitalisierung wird vor nieman- dem von uns und auch vor keiner Branche Halt machen. Industrie 4.0, Automatisierung und das Internet der Dinge sind die Zukunft.“ Schließlich bringt es PROZESS-OPTIMAL-Geschäftsführer Günther Holzer auf den Punkt: „Ich glaube, dass wir lernen müssen, technologische Möglichkeiten für uns zu nutzen und uns von ih- nen nicht benutzen zu lassen.“

(Red. Daniel Kurzmann)

Digitalisierung Steiermark ist eine Serie

in Zusammenarbeit mit der SFG