DITA - DIE DIGITALE TAGESZEITUNG FÜR ÖSTERREICH      WENIGER PLASTIK                  30.1.2018

Das DITA Projekt

"WENIGER PLASTIK"

Unsere Ozeane werdenn immer mehr zum Plastikmültonne.  Knapp 13 Millionen Tonnen an Plastik gelangt jedes Jahr ins Meer. In unsren Meeren haben sich schon schätzungsweise 150 Millionen Tonnen angesammelt – oder auch wesentlich mehr.


Aber auch jeder Einzelne kann im Alltag etwas tun. Greenpeace hilft uns mit ein paar Tipps:



1. UNNÖTIGES PLASTIK REDUZIEREN

Müssen Einwegflasche, Plastikgeschirr oder 1-Euro-Nippes unbedingt sein? Wahnsinn, wel- cher Aufwand etwa für einen Wegwerflöffel betrieben wird. Wäre es da nicht sinnvoller, wenn wir unser Besteck einfach abwaschen? Viele Plastik-Gadgets im Alltag sind komplett überflüssig. Deshalb: Einfach mal den schnellen Griff zu Dingen hinterfragen, die es auch aus schönen, langlebigen Materialien wie Holz, Glas, Stoff oder Metall gibt.


2. AUFRÄUMEN – WEG MIT DEM MÜLL!

Egal, ob man an der Adroa oder in den Alpen zuhause ist: Plastikmüll gelangt nicht nur über Strände, sondern auch über Flüsse ins Meer. Deshalb: Ärmel hochkrempeln und bei Müll-Aufräumaktionen mitmachen. Oder selbst welche initiieren – damit Plastikmüll in der Umwelt keine Chance hat.


3. BEI KOSMETIK AUF INHALTSSTOFFE ACHTEN

Viele Körperpflegeprodukte und Kosmetika enthalten feste, flüssige und wachsartige Kunst- stoffe. Sie dienen als Schleif-, Binde- oder Füllmittel. Dabei gibt es Alternativen – Naturkos- metik kommt ohne die Zutat Plastik aus. Plastik im Produkt zu erkennen, ist nicht ganz ein- fach. Ein kleiner Greenpeace-Ratgeber hilft und listet Stoffe auf, die auf künstliche Polymere hinweisen, zum Beispiel Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder auch Nylon. Also keine Produkte kaufen, die diese Inhaltsstoffe enthalten.


4. MIT RUCKSACK, KORB, STOFFTASCHE EINKAUFEN

76 Plastiktüten verbraucht jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Viel zu viele! Dabei gibt es nachhaltige Alternativen: Körbe, Rucksäcke, Stofftaschen. Die sind robuster als Einweg- tüten aus Plastik oder Papier – und ihre Ökobilanz fällt bei mehrmaliger Nutzung deutlich besser aus. Ein kleiner Stoffbeutel passt in jede Jackentasche – und ist deshalb auch bei Spontankäufen ein guter Begleiter.


5. ZEIT NEHMEN STATT „TO GO“

Jährlich werden mehr als 100 Millionen Tonnen Plastik für Produkte hergestellt, die weniger als fünf Minuten genutzt werden, etwa Einweggeschirr und Becher für „To Go“-Kaffee. Mit unserer Bequemlichkeit wächst auch der Plastikmüll-Berg. Dabei tut es gut, den Alltag zu entschleunigen: Auf den Plastikdeckel beim Kaffee verzichten und lieber in Ruhe eine Tas- se im Café trinken oder selbst einen Espresso oder Filterkaffee kochen (nicht aus Kapseln, selbstverständlich). Trotz bestem Willen keine Zeit? Da helfen die oft schicken Thermobe- cher, die sich immer wieder mitnehmen lassen – und den Kaffee wärmer halten als jeder Einwegbecher.


6. DIE MACHT ALS KUNDE NUTZEN

Derzeit werden 311 Millionen Tonnen Plastik im Jahr produziert, Tendenz stark steigend. Hauptabnehmer ist die Verpackungsindustrie – die damit vor allem Produkt-Marketing be- treibt. Doch der Inhalt wird dadurch nicht besser. Deshalb möglichst unverpackte Lebens- mittel kaufen oder nur solche in größeren Packungen. Umdenken kann auch bewirken, wer Hersteller und Lebensmittelhandel auf Alternativen anspricht – oder gleich regionale Pro- dukte, beispielsweise in Obst- und Gemüsekisten, ordert.


7. SOGENANNTES „BIOPLASTIK“ VERMEIDEN

Bloß nicht täuschen lassen: Tüten aus „Bioplastik“ sind derzeit noch reine Augenwischerei – erst recht wenn „kompostierbar“ draufsteht.  In den allerwenigsten Fällen sind solche Tüten tatsächlich biologisch abbaubar, und wenn, dann nur unter ganz speziellen Bedingungen in der industriellen Kompostierung. Diese Irreführung ruhig an die Verkäufer zurückmelden!


8. MÜLL SAMMELN UND TRENNEN

Auch wenn es manchmal umständlich ist: Beim Müll das Plastik von den anderen Materiali- en trennen, damit sich dieser Wertstoff wiederverwerten lässt. In keinem anderen Land der Europäischen Union wird so viel Plastik verbraucht wie in Deutschland. Umso wichtiger, dass es mehrmals eingesetzt werden kann.


9. REPARIEREN, UMGESTALTEN, UPCYCELN

Nicht immer gleich in die Tonne damit: Auch manche Plastikgegenstände lassen sich repa- rieren. Oder umwidmen. Wenn etwa der Käse nun schon in einer Plastiktüte verpackt ist: Kann die vielleicht wenigstens noch als Frischhaltebeutel dienen? Und – wer weiß? – viel- leicht lässt sich ja aus dem ein oder anderen ausgedienten Kunststoffteil etwas ganz Neu- es, Schönes, Nützliches kreieren? Pflanztöpfe, Schalen oder gar stylische Vorhänge aus den blumenförmigen Böden von Einweg-Plastikflaschen, zum Beispiel. Jede Menge Ideen für Plastikmüll-Upcycling gibt es im Netz.