DITA - DIE DIGITALE TAGESZEITUNG FÜR ÖSTERREICH            Digitalisierung              12.3.2018

Digitalisierung Steiermark

Das steirische Unternehmen

XAL sorgt weltweit für maßgeschneiderte Lichtblicke.

Fotos: XAL, Paul Ott

Fotos: XAL, Paul Ott

Fotos: XAL, Paul Ott

Fotos: XAL, Paul Ott

Fotos: XAL, Paul Ott

Fotos: XAL, Paul Ott

Fotos: XAL, Paul Ott

Fotos: XAL, Paul Ott

XAL wurde 1989 in Graz gegründet und beschäftig heute mehr als 1.300 Mitarbeiter in rund 40 Standorten in Europa, Asien und Amerika. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Leuchten und Lichtsyste- me für die professionelle Beleuchtung von Büros, Shops, Museen, Hotels usw. Den Fokus legt XAL dabei auf Innovation. Technologisch außergewöhnliche Produkte werden geschaffen und die dazugehörenden Service- leistungen angeboten.


Herr Geschäftsführer Engel, Digitalisierung ist ein Schlagwort unserer Zeit. Was bedeutet der Begriff für Ihre Branche und konkret für Ihr Unternehmen?


Durch den Siegeszug der LED-Technologie ist Licht quasi digital geworden. Moderne Lichtsysteme können intelligent und trotzdem einfach gesteuert werden. Sensorik liefert dabei relevante Statusdaten über die jewei- lige Umgebung und speist diese in ein zentrales Managementsystem ein, das punktgenau darauf reagieren kann und zusätzlich für den Betreiber wertvolle Informationen über die Gebäudenutzung bereitstellt. Die Steuerungsmöglichkeiten der LED selbst ermöglicht es zudem, perfekt auf die menschliche Wahrnehmung und Natur abgestimmtes Licht bereitzustellen. Unter dem Titel „Human Centric Lighting“ wird dabei die Ände- rung der Tageslichtqualität über den Tag hinweg nachgebildet und führt zu deutlich verbessertem Wohlbefin- den und zu mehr Leistungsfähigkeit.


Auf der Gebäudeplanungsseite erleben wir gerade ebenfalls einen Riesenschritt in Richtung Digitalisierung: Durch „Building Information Modeling“ (BIM) wird die vollintegrierte digitale Planung eines Gebäudes Realität. Das Gebäude wird sozusagen im Planungsprozess vollständig als digitales Modell konstruiert, bevor es schließlich in der Realität gebaut wird. Aber auch die Vernetzung und Steuerung aller Unternehmensteile über die Kontinente hinweg ist ein massives Digitalisierungsthema.


Worin sehen Sie Herausforderung und Chancen der Digitalisierung?


Die Herausforderungen liegen darin, aus der Fülle der Möglichkeiten die richtigen Innovationsfelder auszu- wählen. Erschwert wird das dadurch, dass die Standardisierung nur sehr langsam vorankommt und oft meh- rere unterschiedliche Technologien um die Vorherrschaft ringen.


Die Potenziale sind natürlich riesig, weil durch die Digitalisierung Licht und Beleuchtung maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Nutzer zur Verfügung gestellt werden können und so eine ganz neue Qualität erlangen.



Wie wird sich durch Digitalisierung die Arbeitswelt verändern? Welche Fähigkeiten werden in Zukunft eine ent- scheidende Rolle spielen?


Wir sehen, dass unsere Branche immer Know-How-intensiver wird. Forschung und Entwicklung nehmen mitt- lerweile einen beträchtlichen Stellenwert im Unternehmen ein. Aber auch die internationale Kooperation wird durch die hohe Komplexität der Produkte und Dienstleistungen immer wichtiger. Was wir daher brauchen, sind gut ausgebildete, neugierige und weltoffene Persönlichkeiten, die sich in einem internationalen Netzwerk den immer neuen Herausforderungen stellen. Was sicher noch weiter zurückgehen wird, ist Kontinuität und Gleichförmigkeit im Berufsalltag. Veränderung und Erneuerung werden weiter zunehmen. Das wird für alle Be- rufsfelder gelten.



Wie verändert sich durch Digitalisierung der Umgang mit den Kunden?


Unsere Kunden informieren sich überwiegend online über die Details zu unseren Produkten. Was allerdings immer noch unersetzbar ist, ist der persönliche Kontakt. Und ich denke, das ist gut so.


(Red. Daniel Kurzmann)



Digitalisierung Steiermark ist eine Serie

in Zusammenarbeit mit der SFG